Afrika Macht Schule

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LehrerInnen-Fortbildung
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Am 16. April fand die erste vom Freundeskreis Tambacounda e.V. organisierte LehrerInnen-Fortbildung unter dem Titel: „Welche Chancen und Grenzen bietet interkulturelles Lehren und Lernen für meine SchülerInnen? Theoretischer Überblick und praktische Übungen am Beispiel Afrika“ statt. Aufgrund der Prioritäten der TeilnehmerInnen hatte sich der Verein bereits im Vorfeld dazu entschieden, die geplanten Workshops auf zwei zu reduzieren und nicht parallel, sondern nacheinander anzubieten. Zudem wurde der TeilnehmerInnenkreis für Pädagogikstudierende geöffnet, da die Fortbildung gerade für die Studierenden, die mit dem Freundeskreis Tambacounda e.V. an der Ausstellung Bilder im Kopf arbeiten, als sinnvoller Einstieg in die Themen und Arbeitsweise des Vereins empfunden wurde. Beide Änderungen stießen auf breiten Zuspruch von Seiten der TeilnehmerInnen.

Den Einstieg bot eine Übung aus dem Bereich interkulturelle Training, die eine unkonventionelle Art darstellte, sich kennen zu lernen. Zudem stellt sie einen niedrigschwelligen Zugang in das Thema dar und lässt sich leicht auf Klassensituationen übertragen. In einer Vorstellungsrunde wurden die verschiedenen Motivationen der Teilnahme präsentiert.

Der Vortrag von Dr. Reddy, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn und als Anti-Bias Trainer tätig ist, führte aus, dass eine gemeinsame friedliche Gesellschaft nur möglich ist, wenn sich alle Gruppen aufeinander einlassen. Dazu müssen sie bereit sein, sich und ihre Werte und Normen zu hinterfragen. Er stellte das Konzept der Inklusion vor, dessen Grundgedanke ist, dass alle Gruppen Teil der Gesellschaft sind. Somit lässt sich nicht mehr von Aufnahmegesellschaft sprechen, die impliziert, es gäbe eine „fertige“ Gesellschaft, die Menschen aufnimmt. Vielmehr wird Gesellschaft flexibel und verändert sich, je nachdem welche Menschen sie konzipieren. Daher nähmen auch MigrantInnenselbstorganisationen eine prominente Rolle ein, da sie die Gesellschaft aktiv mitgestalten und somit neue Vorstellungen einbringen. Den Gedanken der Inklusion auf Schulen zu übertragen, bedeutet eine freiere Lernumgebung, d.h. auch flexiblere Curricula, und die Aufgabe von Förderschulen zugunsten von Gesamtschulen mit individueller Förderung. Die anschließende Diskussion zeigte, dass es sich für die anwesenden LehrerInnen um eine neue Idee handelte und Integration das bisher dominante Konzept in den Schulen ist. 


 
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