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Workshop "Menschsein" Drucken E-Mail
Workshop des Freundeskreises Tambacounda e.V. zum Thema „Menschsein“ im Rahmen des „festival contre le racisme“; am 11. Juni 2010

 

Vom 7.- 11. Juni fand an der Leibniz Universität Hannover das „festival contre le racisme“ statt. Hier wurden vom Asta der Universität verschiedene Vorträge zu Themen, wie zum Beispiel „Critical Whiteness“ oder „Abschiebungshaft“ sowie Filmvorstellungen und Workshops organisiert. Auch der Freundeskreis Tambacounda e.V. veranstaltete in diesem Jahr einen Workshop im Rahmen des Festivals. Dieser fand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Anja Steckling, zum Thema „Menschsein“ statt und war offen für alle Interessierten.

Zunächst begrüßte der Vereinsvorsitzende Abdou Karim Sané die TeilnehmerInnen und stellte kurz die Arbeit des Freundeskreises vor.

Anschließend gab Anja Steckling einen kurzen theoretischen Einstieg zur Sozialplastik, um danach mit der praktischen Arbeit zu beginnen.

Im Workshop sollte jeder Einzelne persönlich, aber auch die Gruppe gemeinsam, sich Gedanken darüber machen, was Menschensein für sie oder ihn eigentlich ausmacht und bedeutet.

Dazu teilte die Gruppe sich in Pärchen auf. Jedes Pärchen zeichnete mit Kreide einen Kreis auf den Boden in dessen Mitte sich eine Person setzte, während die andere Person außerhalb des Kreises Platz nahm. Die Person innerhalb des Kreises sollte laut darüber nachdenken, was sie mit „Menschsein“ verbindet, während die Person außerhalb des Kreises nur zuhörte, ohne die Äußerungen zu kommentieren. Der künstlerische Prozess sollte die Möglichkeit bieten sich eigene Vorstellungen und Bilder zum Thema bewusst zu machen. Die Grenze des Kreises und der/die ZuhörerIn boten einen geschützten Raum, aber auch besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber den Gedanken des Partners.

In einer anschließenden gemeinsamen Reflexion formulierte jede/r TeilnehmerIn noch einmal vor der Gruppe, was Menschsein für ihn/ sie bedeutet. Dabei wurden viele Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten festgestellt. Viele TeilnehmerInnen konnten sich Menschsein nur in der Gemeinschaft mit anderen Personen vorstellen. Andere gemeinsame Bereiche waren zum Beispiel die Freiheit, Verantwortung für die Umwelt und andere Menschen sowie Toleranz und Respekt ihnen gegenüber.

Insgesamt wurde das Thema also schließlich nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch auf einer gesamtgesellschaftlichen und politischen Ebene betrachtet. Alle TeilnehmerInnen hatten viel Freude, waren interessiert an der gemeinsamen Arbeit und zeigten sich offen für Diskussionen.

 

 

 

 

 
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