Afrika Macht Schule

Unser Handeln, unsere Zukunft Drucken E-Mail

Unter diesem Motto standen die Projekttage der Bismarckschule Hannover am 17. und 18.Juni, zu denen der Freundeskreis Tambacounda e.V. eingeladen war, sich mit einem Projekt zu beteiligen. Die Ergebnisse sollen in einer zweiwöchigen Ausstellung im Neuen Rathaus präsentiert werden.

Diese Einladung nahmen wir gerne an, vor allem da der Zusammenhang mit der vom Verein zu entwickelnden Ausstellung Bilder im Kopf unübersehbar war und somit ein weiterer Kooperationspartner für diese gewonnen werden konnte.

Wie bereits beim Festival contre le Racisme arbeiteten wir mit der bildenden Künstlerin Anja Steckling zusammen. Die Projekttage begannen mit einer Einführung in die Arbeit des Freundeskreis Tambacounda e.V. und den Senegal. Diese weckte das Interesse der SchülerInnen und warf viele Fragen auf, so dass wir am zweiten Tag spontan erneut einen Block einbauten, der Raum ließ um alle Fragen zu beantworten.

Im Anschluss an die Informationen zum Verein führte Frau Steckling in das Konzept des Handelns nach Hannah Arendt ein, das zum Leitmotiv der Projekttage werden sollte. Hannah Arendt, eine jüdische Politikwissenschaftlerin aus Hannover, die im Nationalsozialismus in die USA emigrierte, um den Nazis zu entkommen, definiert Handeln als die höchste Tätigkeit, ohne die eine humane Welt nicht existieren kann. Arendts Text diente als Vorlage für die eigene Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Begriffs des Handelns. Dies bildete die Grundlage für eine Freischreibübung, die sich daraus zusammensetzte, dass die SchülerInnen drei Begriffe erhielten, zu denen sie jeweils 10 Begriffe assoziieren sollten. Aus denen suchten sie sich wiederum drei Begriffe aus und schrieben wieder zehn Begriffe dazu auf. Diese Bearbeitung erfolgte vier Mal. Die drei Begriffe, die zuletzt übrig blieben, wurden von den SchülerInnen in einen Text eingebunden.

Der zweite Tag diente zur gestalterischen Umsetzung der zuvor erarbeiteten Begriffe. Die SchülerInnen waren aufgefordert, eine Schachtel und einen organischen Gegenstand (Holz, Stein, Blatt o.ä.) mitzubringen. Die sollten sie derart gestalten, dass die Schachtel ihren Begriff im Zusammenhang mit Afrika bzw. den zuvor gelernten Dingen über den Senegal und/oder den Freundeskreis Tambacounda e.V. darstellt. Zuerst waren die SchülerInnen von dieser Aufgabe sichtlich geschockt, so viel künstlerisches Talent trauten sie sich nicht zu. Doch als sie begannen, sich mit der Idee auseinanderzusetzen, entwickelten sie daran Freude und entwarfen tolle Exponate.

Diese werden auf der Ausstellung der UNESCO-Projektschulen im August im Neuen Rathaus zu sehen sein und natürlich in die Ausstellung Bilder im kopf, die am 6.Januar 2011 im Neuen Rathaus eröffnet wird, integriert werden.

 

 

 
< Zurück   Weiter >