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Senegal
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Geographie 
Senegal liegt an der äußersten Westspitze Afrikas. Seine Fläche umfasst 196.772 km². Es ist damit halb so groß wie Deutschland. Dakar, die Hauptstadt Senegals, liegt am südlichsten Ausläufer der vulkanischen Kap Verde-Halbinsel, die geographisch den westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents markiert. Die heutigen Landesgrenzen gehen größtenteils auf die Kolonialzeit zurück. Durch die willkürliche Grenzziehung wurden natürliche Landschaften missachtet und gewachsene Kulturräume rücksichtslos auseinander gerissen. Lediglich im Norden bildet der Senegal-Fluß die natürliche Grenze zu Mauretanien. Im Osten grenzt das Land an Mali, im Süden an Guinea-Bissau (ehemalige portugiesische Kolonie) und Guinea (ehemals französisch). Von seinen südlichen Regionen ist der Senegal durch Gambia getrennt. Der Senegal, Teil des Senegal-Mauretanischen Beckens, ist ein überwiegend flaches Land. Die sandig-tonigen Ebenen erreichen im breiten Tiefland der Küste bis zu 40 m Höhe, im Landesinneren nur selten 200 m. Der höchste  Berg des Landes liegt im Südosten; es ist der 414 m hohe Goléakouto. Drei groβe Flüsse durchziehen das Land: im Norden der Senegal, im Landesinneren der Gambia-Fluß und der Casamance.

Klima

Im Senegal herrscht tropisches Klima. Die Regenzeit dauert von Juli bis Oktober. Die Durchschnittstemperaturen an der Küste liegen im Januar bei 23,3°C und steigen im Juli auf 28,3°C. Im Landesinneren und im Süden ist es heißer: Hier erreichen die Temperaturen 32 °C und mehr. Der Jahresniederschlag erreicht mit durchschnittlich 1400 Millimetern im Süden seinen Höchstwert und sinkt im Norden auf einen Mittelwert von weniger als 381 Millimetern.

Flora und Fauna

Der nördliche Teil des Landes gehört zum Sahel, der Übergangszone zwischen der Sahara im Norden und den feuchteren Regionen im Süden. Die Vegetation des Nordens ist von Savannengräsern bestimmt, zwischen denen verstreut Bäume bzw. Baumgruppen (Baobab, Akazie, Tamarinde, Kapokbaum) und Dornsträucher wachsen. Der majestätische Baobab oder Affenbrotbaum zählt zu den Wahrzeichen Senegals und fand sogar Eingang im senegalesischen Staatswappen. Weiter im Süden in der Gambiaregion ist der Baumbewuchs dichter. Der äuβerste Süden des Landes wird von Mangrovensümpfen und dichten Wäldern (Ölpalmen, Bambus, Mahagoni- und Teakbäume) gekennzeichnet. Die Tatsache, dass durch das Eingreifen des Menschen und sein Vordringen die Vielfalt von Flora und Fauna stark abgenommen hat, darf dabei nicht unerwähnt bleiben. So beschränken sich die Lebensräume von Antilopen, Affen, Hyänen und Warzenschweine auf den dünnbesiedelten Ostteil des Landes. In den Flüssen leben Flusspferde und Krokodile; zu den Schlangenarten zählen die Kobra und die Boa constrictor. Aufgrund der weit verzweigten Flussdeltas und den dichten Mangrovensümpfen gibt es eine Vielzahl an Vögeln, wie Pelikane, Kormorane, rosa Flamingos, Marabus und Silberreiher.

Der Nationalpark Niokolo Koba
Die verbliebene Tierwelt sowie eine vielfältige Flora finden sich am konzentriertesten in den Nationalparks und Reservaten. Der größte und bedeutendste Nationalpark Senegals, Niokolo Koba, befindet sich im Südosten des Landes, unweit von Tambacounda. Hier findet sich Raum für Elefanten, Büffel und Löwen. Wegen seiner einzigartigen biologischen Vielfalt wurde das Naturschutzreservat 1981 von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt.
 

 

Bevölkerung  
Im Jahre 2001 hatte der Senegal eine Gesamtbevölkerung von 9,8 Millionen Einwohnern, bei einer Bevölkerungsdichte von 48 Einwohnern pro km. Davon sind etwa 58 % unter 20 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich etwa 2,7 %. Mehr als 25% der Bevölkerung lebt in der Region Dakar. Ein weiterer Bevölkerungsschwerpunkt ist das Zentrum des Landes mit seiner Erdnussindustrie (Erdnussbecken), dort leben weitere 35 % der Bevölkerung. Die Verstädterung nimmt rasant zu. 46% der Senegalesen leben heute bereits in Städten. Am dünnsten besiedelt sind die Ferlo-Savanne im Landesinneren und der Südosten der Region Tambacounda, wo nur 7 Einwohner auf einen km² kommen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 55 Jahre bei Männern und 58 Jahre bei Frauen.
Die Bevölkerung des Senegals setzt sich aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Hierzu gehören die Wolof (43 %), die Pulaar (24 %), die Sérèr (15%), die Tukulor (11%), die Fulbe, die Dyola, die Bambara und Malinke und die Sarakole. 94 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 5 % bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. 

 

Sprache und Bildung
Amtssprache ist Französisch, die jedoch nur von etwa 30% der Bevölkerung gesprochen wird. Zweite Amtssprache und die verbreitetste Sprache ist Wolof, die von allen Senegalesen beherrscht wird. Neben Wolof sind im Senegal etwa 17 weitere Sprachen verbreitet. Das Schulwesen ist nach französischem Vorbild aufgebaut und umfasst Grund-, Mittel- und Sekundarschulen. Schulsprache ist Französisch. Seit Anfang der 80er Jahre wird auch in Wolof unterrichtet. Die sechsjährige Sekundarstufe kann mit dem Abitur (Baccalauréat) abgeschlossen werden. Dakar besitzt eine der bedeutendsten Universitäten Westafrikas, die Universität Cheikh Anta Diop, mit rd. 32.000 Studenten und Fakultäten für Medizin, Recht, Wirtschaftswissenschaften und anderen. Um die überlaufene Universität Dakars zu entlasten, wurde 1984 in Saint-Louis eine zweite Universität gegründet. Weiterhin gibt es zehn Hochschulen sowie fünf Berufsschulen.
 



 
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