| Erfahrungsaustausch und Informationen über die Freiwilligenarbeit |
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Nach Ankunft der einzelnen TeilnehmerInnen bereitet jedeR PraktikantIn ein Plakat vor mit kurzem Steckbrief und einer Postkarte, die nach persönlichem Empfinden von einem Sortiment an verschiedenen Karten am besten zu der Person passt. Nachdem alle versammelt sind, werden die Plakate in einer Vorstellungsrunde präsentiert. Im Folgenden wird der Verein Freundeskreis Tambacounda anhand einer Power-Point-Präsentation von Eva und Karim vorgestellt. Der Verein, der 1992 gegründet wurde, setzt den Schwerpunkt seiner entwicklungspolitischen und interkulturellen Arbeit auf die Bereiche Anti-Rassismus und Menschenrechte.Eine wichtige Rolle spielt hierbei das differenzierte Afrika- und Europabild, d.h. das Bild Afrikas in den Köpfen der EuropäerInnen aber auch das vorherrschende Europabild in Afrika. Diese sollen durch die Aufklärungsarbeit des Vereins differenzierter gestaltet werden. Weitere Ziele in den Bereichen Umwelt, Ökologie, Gesundheit, Geschichte und Kultur werden mit Projekten erreicht. In Hannover zählen dazu Ausstellungen und selbstgestaltete Unterrichtseinheiten an Schulen im Rahmen der Aktion „Afrika macht Schule“. Hierbei werden diejenigen eingesetzt, die ein Praktikum bei Freundeskreis Tambacounda in Hannover machen. Eine enge Verbindung des Freundeskreises Tambacounda in Hannover besteht mit dem „Solar und Hygienezentrum“ in der gleichnamigen Stadt Tambacounda. Sie ist Hauptstadt der Provinz Sénégal Oriental im Südosten des Landes. Ein Film gibt den TeilnehmerInnen einen genaueren Einblick über Struktur, Zielsetzung und Wirken des Projektes. In den 5 Gebäudekomplexen des Projektes befinden sich unter anderem das Hauptgebäude, ein Fachwerkhaus, eine Tischlerei, eine Bibliothek und ein Internet Café. Zu den insgesamt 8 MitarbeiterInnen zählen die Koordinatorin Mme Bidiar, die auch die Ansprechpartnerin für Anliegen der Freiwilligen vor Ort ist, ein PC Lehrer, eine Schneiderlehrerin, zwei Wächter und ein Mitarbeiter der Verwaltung. Die Aufgabe der Freiwilligen ist es, die MitarbeiterInnen vor Ort bei den täglich anfallenden Arbeiten zu unterstützen. Dazu gehören die Betreuung des Internet Cafés und der Bibliothek, die Gestaltung von Jubiläumsfeiern, der aktive Informationsaustausch zwischen den Vereinsstellen in Tambacounda und Hannover, aber auch die regelmäßige Teilnahme an Besprechungen. Die Freiwilligen haben auch die Möglichkeiten eigene Projekte zu planen und durchzuführen. Es bieten sich beispielsweise Deutsch- oder Capoeirakurse sowie Aufklärungsarbeit im Bereich der weiblichen Genitalverstümmelung an. Im Folgenden werden die TeilnehmerInnen der Veranstaltung in kleine Gruppen eingeteilt. Das „World Caffe“ sieht 3 Diskussionsgruppen vor, in denen verschiedene Fragen bzw. Aussagen thematisiert werden. Alle TeilnehmerInnen durchlaufen jede der drei Stationen. Nach den einzelnen Gruppendiskussionen werden beim gemeinsamen Mittagessen engere Kontakte geknüpft und offene Fragen beantwortet. Anschließend werden die Ergebnisse des World Caffe, die von Protokollanten/Innen auf Plakaten festgehalten wurden, präsentiert. Auf die Frage „Warum mache ich mein Praktikum“ werden viele unterschiedliche Antworten gegeben. Die Motive sind im Allgemeinen der Gewinn an neuen Erfahrungen und spezieller noch die Erweiterung des eigenen kulturellen Verständnisses, soziales Engagement und der Ausbau der persönlichen Fähigkeiten. Auf die Frage wie man dazu beitragen kann, ein differenziertes Europabild nach Afrika zu tragen, wird geantwortet durch die Anpassung des persönlichen Verhaltens. Vor Ort sollen EuropäerInnen die Wahrheit vorleben und falsche Vorstellungen von Europa durch Aufklärung, Berichte sowie Austausch abbauen. In Bezug auf den Alltag im Senegal ist man sich einig, dass es grundlegende Unterschiede im Vergleich zu Deutschland gibt. Faktoren, die den Tagesablauf im Senegal prägen, sind die Religion (Tagesstruktur durch Gebete), die Kultur (Gemeinschaftsgefühl, Stellung der Familie, Rolle der Frau), das Klima (Hitze, Dürre) und die Problematik der Arbeitslosigkeit. Während der darauf folgenden Diskussion wird das Thema „Tee“ und sein Stellenwert in der senegalesischen Gesellschaft von Birahim und Saliou, den senegalesischen Teilnehmern der Veranstaltung, näher thematisiert. Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse erklärt jeder Teilnehmer sein persönliches Ziel bzw. ein Projekt, das während der Zeit des Praktikums realisiert werden soll. Zum Schluss werden in der Runde die Eindrücke des gesamten Tages evaluiert und diskutiert. Nach der Evaluation und dem Abschied treten die einzelnen TeilnehmerInnen die Heimreise an. |
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