| Aufruf wider den Optionszwang für Kinder unseres Landes |
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„Alle Deutschen dürfen mit der Vollendung des 18. Lebensjahres wählen – und manche werden zu einer Wahl gezwungen.“ So lautet die eindrucksvolle Einleitung des Aufrufes Wider den Optionszwang.
Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens unterzeichneten bereits, um Jugendlichen den Zwang zur Wahl einer staatlichen Zugehörigkeit und somit auch Identität zu ersparen. Derzeit sind diese nämlich mit dem Eintritt in die Volljährigkeit gezwungen, sich zwischen der deutschen und der ausländischen Staatsbürgerschaft zu entscheiden, sofern sie Kinder ausländischer Eltern, aber auf deutschem Boden geboren sind. Die Reform von 2000, Ergebnis eines politischen Kompromisses, änderte das Staatsangehörigenrecht deutlich und schreibt nun das Optionsmodell vor. Bei dem Begriff Option handelt es sich jedoch um einen Euphemismus, der verschleiert, was die „Wahl“ für einige unserer MitbürgerInnen mit sich bringt. Sie erhalten unter bestimmten Umständen, ihre Eltern müssen z.B. ein Daueraufenthaltsrecht besitzen, im Sinne des Geburtsortsrechts die deutsche Staatsbürgerschaft. Allerdings nur unter Vorbehalt. Wie geschildert haben sie sich im Alter von 18 Jahren zu entscheiden, ob sie die Nationalität ihres Geburts- oder des Heimatlandes ihrer Eltern behalten bzw. annehmen wollen. Damit werden sich im Laufe der Zeit tausende junge Menschen fragen müssen, ob sie der deutschen Gesellschaft zugehörig sind. Welchen Gewissens- und Identitätskonflikt es mit sich bringen kann, wenn jemand im Land in dem er/sie lebt vor eine derartige Wahl gestellt wird, liegt wohl auf der Hand. Gefühle von Ausgrenzung, der Unsicherheit, mangelnder Loyalität oder gar Verrat am eigenen Land (je nachdem für welches man sich eben nicht entschieden hat), werden nicht selten eine Folge sein. Mit der Reform gehen auch erhebliche Erschwernisse hinsichtlich der Integration einher, auch wenn ihr ursprünglicher Sinn eben das Gegenteil war. Statt sich als Teil der deutschen Gesellschaft zu fühlen, empfinden sie durch den Optionszwang eine Infragestellung ihrer Staatsangehörigkeit. Außerdem bedeutet die Umsetzung einen erhöhten bürokratischen Aufwand, zahlreiche Rechtsstreitigkeiten sind vorprogrammiert. Daher ruft auch der Freundeskreis Tambacounda e.V. dazu auf, die Petition gegen den Optionszwang zu unterzeichnen, um all unseren jungen MitbürgerInnen das Gefühl zu geben, erwünscht und ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft zu sein. Weitere Informationen sind auch unter http://wider-den-optionszwang.de/ zu finden. |
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