| Integration von oben kann nicht funktionieren |
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SchülerInnen des 10.Jahrgangs der Leibnizschule diskutieren Integration mit der stellvertretenden BezirksbürgermeisterinDie Podiumsdiskussion war der Abschluss des Projekts „Ein-wandern-Aus“, in dessen Rahmen 15 SchülerInnen gemeinsam mit dem Medienbus der Stadt Hannover einen Film zum Thema Migration gedreht haben. Der Freundeskreis Tambacounda e.V. initiierte das Projekt und konzipierte die Grundidee, die von den SchülerInnen gefüllt wurde. Am 24.11.2009 fand die Premiere des Films in der Leibnizschule statt. Im Anschluss diskutierten die SchülerInnen mit den ProtagonistInnen des Films sowie Monika Plate, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Karim Al Wasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen über Integration.
Schnell waren sich alle einig, dass Integration nur funktionieren kann, wenn alle ihren Beitrag leisten. Frau Plate betonte, dass gedankliche Starrheit gefährlich sei und zu Diskriminierung und Ausgrenzung führe. Diese drücke sich z.B. darin aus, dass der Zutritt zu Diskos aufgrund der äußeren Erscheinung verwehrt wird. Oder auch in der Erfahrung eines US-Amerikaners, der freundlich bedient wird, wenn er englisch spricht, mit gebrochenem Deutsch jedoch zum unliebsamen Kunden wird. Das Fazit fasst Abdou Karim Sané, der Vorsitzende des Freundeskreis Tambacounda e.V., zusammen: „Integration ist keine Einbahnstraße, deren Ziel irgendwann erreicht sein kann, sondern ein fortwährender Prozess, an dem alle gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sein müssen“.
Der Film Ein-Wandern-Aus ist das Ergebnis eines Projekts, das der Freundeskreis Tambacounda e.V. in Zusammenarbeit mit dem Medienbus Hannover und der Leibnizschule Hannover durchgeführt hat. Der Freundeskreis Tambacounda e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich dem Thema Migration aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. So wurden in dem Film sowohl SchülerInnen der Leibnizschule, als auch MigrantInnen aus verschiedenen afrikanischen Ländern interviewt. Der dabei entstandene Film beleuchtet daher auf der einen Seite die Vorstellungen, die in Deutschland lebende SchülerInnen von Afrika und afrikanischen MigrantInnen haben. Auf der anderen Seite geht es um die Beweggründe, Perspektiven und Realitäten von in Deutschland lebenden MigrantInnen aus Afrika. Die Interviews wurden von beteiligten SchülerInnen der Leibnizschule und einem senegalesisch-deutschen Team aus TeilnehmerInnen des ASA-Programms durchgeführt und aufgenommen. Entstanden ist eine spannende Dokumentation über die unterschiedlichen Perspektiven von in Deutschland lebenden Menschen – mit und ohne Migrationserfahrung.
Der Film Ein-wandern-Aus ist beim Freundeskreis Tambacounda e.V. erhältlich |
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