| Geschichte Hannover |
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Um 950 n.Chr. wurde begonnen, das Gebiet um Hannover herum zu besiedeln. Es bildete einen Kreuzungspunkt zwischen Nord und Süd. Die Siedlung wuchs stetig. 1189 begann ein Krieg zwischen zwei verfeindeten Fürstenhäusern, den Welfen und den Staufern. In Folge dessen wurde große Teile der Stadt zerstört, jedoch dann von den Welfen wieder aufgebaut. Weiterführend erhielt Hannover durch Herzog Otto das Kind im Jahr 1241 alte Stadtrechte nochmals bestätigt und Neue erteilt. Um 1350 hatte Hannover bereits drei gotische Kirchen und ca. 4000 EinwohnerInnen. Ein Mitglied der Hanse wurde Hannover 1367, jedoch nutzte es diese Vereinigung nur begrenzt. 1372 wurde mit dem Ausbau der Stadtmauer begonnen. Großen wirtschaftlichen Aufschwung brachte 1526 die Erfindung eines hellen Bieres. Kurz darauf im Jahre 1529 wurde ein jährliches Schützenfest erlaubt, das bis heute jährlich ausgerichtet wird. Im Laufe der Reformation wurde Hannover 1533 evangelisch. Im Jahr 1619 erhielt Hannover die hohe Gerichtsbarkeit, welche eine zusätzliche Einnahmequelle ist. Während des dreißig-jährigen Krieges wurde Hannover 1625 von dänischen Truppen besetzt. Bedeutend ist, dass Hannover 1692 die neunte Kurwürde der Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erhielt und somit berechtigt war, den Kaiser zu wählen. 1701 wurde Herzogin Sophie von Hannover zur britischen Thronfolgerin, was den Ursprung für die von 1714 bis 1837 dauernde britisch-hannoversche Personal-Union und für die Thronbesteigung Georg Ludwigs als Georg I. 1714 darstellte. In dieser Zeit wurde 1778 die „königliche Roß Arzeney-Schule“ gegründet, die 1887 in „Tierärztliche Hochschule“ umbenannt wurde. Desweiteren wurde Hannover 1814 für kurze Zeit von französischen Truppen besetzt. Mit einer Einwohnerzahl von 33.000 wurde Hannover 1814 zum Königreich der Welfen ernannt. Die heutige Leibniz-Universität wurde 1831 unter dem Namen Höhere Gewerbe Schule gegründet. 1843 begann in Hannover der Eisenbahnstreckenaufbau, welcher viele wirtschaftliche Vorteile mit sich brachte. Jedoch wurde Hannover in Folge einer Eroberung von preußischen Gruppen zur preußischen Provinzhauptstadt erklärt. Mit über 100.000 Einwohnern erreichte Hannover 1873 den Status einer Großstadt. Die EinwohnerInnenzahl verdoppelte sich dann bis zum Jahr 1891. 1913 wurde das neue Rathaus eingeweiht. Neuen wirtschaftlichen Aufschwung versprach sich die Stadt, als sie 1916 den Mittellandkanal in Betrieb nahm. Eine Aktion innerhalb der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Nazis war der zweijährige Bau des Maschsees 1934. Während der Reichskristallnacht wurde in Hannover die jüdische Synagoge zerstört. Insgesamt 88 Bombenangriffe während des 2. Weltkriegs zerstörten ca. 50% der Stadt und 85% des Zentrums. In der Nachkriegszeit wurde Hannover von britischen und amerikanischen Soldaten besetzt. Zum ersten Mal überstieg die EinwohnerInnenzahl im Jahr 1954 500.000. Ein Großereignis war im Jahr 2000 die Gastgeberfunktion der World Expo. |
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